Diese Lösung liegt vor allem für Regionen beziehungsweise Sozialräume nahe, die sozial und wirtschaftlich als besonders benachteiligt gelten. Aber nicht nur soziale Brennpunkte und abgelegene Ortschaften mit entsprechendem Konfliktpotenzial in der Grossstadt sind im Blick, sondern auch entfernte Gegenden mit schlechter Infrastruktur, einem hohen Altersdurchschnitt, hoher Arbeitslosigkeit und tiefem Bildungsniveau.

Selbstverständlich ist der Ansatz aber nicht darauf beschränkt, sondern kann ebenso hinsichtlich gut gestellter Sozialräume bedacht werden. Die römisch-katholische Kirche entspricht dem Rahmen, auf welchem die spezifisch ausgerichteten Kurse und Schulungen aufgebaut werden können. Der Pfarrberuf muss seine geistliche Rolle in dieser Gesamtkonstruktion finden und gegenüber allen anderen eröffnen.

Aus grundsätzlichen Überlegungen spricht für diese Variante, dass dem Christentum in seiner jüdischen Tradition von seinen Anfängen an eine Gesellschaft gestaltende Sichtweise eigen ist. Diese ist besonders deutlich in der Sozialkritik der alttestamentlichen Propheten, die das Engagement für eine gerechte Lebenswelt für alle Menschen, insbesondere für die Schwachen fordern, ebenso wird diese Referenz im Handeln aufgenommen.

Wie sehr die Leistungen ausgebaut werden können muss immer im Zusammenhang mit den kirchlichen Finanzen, welche die evangelisch-reformierte Kirche aufwenden wollen. Diese Chance entsteht durch die kirchlich sonst eher beklagten Tendenzen, dass die Logik der Menschen in ihrem Bemühen um eine erfolgreiche Gestaltung der Biografie zunehmend an die Stelle der Übernahme traditioneller Vorgaben von Kirche als Institution tritt. In Verbindung mit der Zunahme weltlicher Bildung wird dies noch gefördert.