Die Verbreitung des Evangeliums wird dann zur Aufgabe aller Christen, und mit einer kleinen, aber potenziell folgenschweren Ergänzung erweitert man diesen Kreis auf alle Menschen, denn er formuliert: und zur Taufe sind alle eingeladen. Die so potenziell allen Menschen gestaltete Kommunikation des Evangeliums findet in den drei Vorgehensweisen lehren und lernen statt einer einzigen Weisheit. Engpässe waren jedoch in den letzten Jahren zum Glück selten aufgetreten.

Da besonders das niederschwellige Helfen zum Leben in der Geschichte der verfassten Kirche zurückgedrängt worden ist zugunsten von Kultus und Lehre, möchte der Autor vor allem die kirchlichen Dimensionen stärken. Kirche möchte er weniger als eine auf sich selbst und ihre Vollzüge bezogene staatsanaloge Institution begreifen denn als System für die Kommunikation.

Zudem wird ein zweiter Schwerpunkt auf der Frage liegen, inwieweit und mit welchen Mitteln die operativen Theologien Fragen der Religion struktureller und politischer artikulieren. Diese beiden Forschungsperspektiven tragen zum Gesamtforschungsfokus auf Theologien und Praktiken der Religion aus Innen- und Aussenperspektive bei.

Das Projekt untersucht den biblischen Ursprung und die narrative Funktion der Vergeltung der eingesessenen Stämme an ihren Gegnern als Reaktion auf ihre geplante Vernichtung im Alten Testament. Diese Arbeit wurde geschrieben, da schweizerischen Kirchen derzeit mit grossen Problemen bezüglich der Nachfolge von Pastoren von der ersten zur zweiten Generation konfrontiert sind.

Die narrative Repräsentation kollektiver Gewalt wird vor dem Hintergrund aktueller Forschungen zur vorchristlichen Literatur aus griechisch geprägter Zeit analysiert. Die zentrale These lautet, dass das genannte biblische Buch am besten als fiktive Darstellung aus der damaligen Zeit verstanden werden kann. Gewaltsame Auseinandersetzungen mit den herrschenden Mächten, aber auch Möglichkeiten der eigenen Machtbegründung werden in einer gemischten Erzählung Teil des kollektiven Gedächtnisses.